Liebe Schwestern und Brüder!
Vor einigen Monaten trafen sich viele, nämlich Mitglieder der
Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände, sowie Seelsorger
aus den Pfarreien des Kreisdekanates Kleve, zu dem wir auch
gehören, in Kevelaer, um dort von der Bistumsleitung zu er-
fahren, wie´s - auch hier bei uns - weitergehen soll.
Im Vorfeld wurden wir, die wir an dieser Sitzung teilnahmen,
darüber aufgeklärt, wie die Zahlen in den letzten Jahren aus-
sahen, nämlich sinkende Gemeindemitgliederzahlen, sinkende
Teilnehmerzahlen an den Gottesdiensten, angefangen von
Taufe bis sogar auch schon zur Beerdigung. Natürlich kamen
da auch irgendwann die sinkenden Zahlen zutage, die das
Personal, sprich Priester, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
ter in der Seelsorge betrafen. Diese Zahlen sprachen schon für
sich. Die Folgen aus diesen Zahlen sprechen dann aber weiter,
so dass Gemeindezusammenführungen als notwendige Maß-
nahmen ganz klar benannt wurden. Grundsätzlich wurde aber
auch gesagt, dass das Prinzip gilt: eine kommunale Gemeinde
gleich eine Kirchengemeinde.
Für unseren Bereich heißt das, dass wir hier in Tönisberg,
Schaephuysen und Rheurdt so zusammen bleiben, ohne dass
vorerst noch andere Gemeinden dazukämen. Für den perso-
nellen Bereich heißt das - nächstes Prinzip - in solchen Ge-
meindegrößen wie der unsrigen, wie auch der Umgebung:
ein Pfarrer, ein Priester der Weltkirche (aus Indien oder Afri-
ka) und ein/e Pastoralreferent/in. Voraussetzung dafür aber
ist die Gemeindezusammenlegung, gemeinhin Fusion ge-
nannt. Das heißt, unsere Pfarrgemeinderäte und Kirchen-
vorstände haben dementsprechend schon beraten und den
Weg dazu eingeschlagen. Es sind schon Gespräche mit den
zuständigen Stellen gelaufen und laufen noch.
Außerdem hatten wir in unseren Gemeinden schon jeweils
eine Gemendeversammlung, die die Fragen besprochen
haben, die den Menschen hier vor Ort unter den Nägeln
brannten.
Gott sei Dank sind hier die von uns befürchteten Großzusam-
menlegungen nicht mehr im Gespräch, so dass wir in unse-
rem Bereich mit den etwas über 5000 Katholiken als relativ
kleine Gemeinde noch gut wegkommen, alles noch irgendwie
überschaubar ist und für die Menschen vor Ort sich faktisch
nichts ändern muss - außer ...
..., dass die neue Gemeinde
einen neuen Namen bekommen soll,
..., dass der neuen Gemeinde
weniger Geld zur Verfügung steht,
..., dass es nur mehr noch einen Kirchenvorstand
und einen Pfarrgemeinderat geben wird.
Alles andere bleibt, so wie es ist!
Doch es ist wichtig, dass wir in unserer Gemeinde, in St. Hu-
bertus, in St. Antonius, in St. Hubertus uns unserer jeweili-
gen Identität bewusst bleiben, auch wenn unsere Gemeinde
einen neuen Namen bekommt.
Also wird im kommenden Jahr die Gemeindezusammenlegung
auf uns zukommen.
Der geplante Termin ist der
Fronleichnamstag 2012, also der 7. Juni 2012.
Wir wollen innerhalb der Prozession die neue Situation beden-
ken und GOTT um Seinen Beistand bitten, dass ER uns gerade
auch jetzt weiterhin begleitet. Weihbischof Wilfried Theising
wird diesen Gottesdienst mit uns feiern und am Ende dann
auch die Urkunden der neuen Gemeinde verlesen.
Danach soll ein Fest stattfinden, an dem wir ins Gespräch
kommen können, vielleicht unsere Trauer benennen, aber
auch den Neuanfang fröhlich begehen.
So bitte ich an dieser Stelle, dass die Vereine, Verbände und
Gruppen sich auch an diesem Fest beteiligen und keine an-
dere Veranstaltung an diesem Tag ansetzen, damit eben alle
mitfeiern können. Die Organisation dieses Tages läuft Anfang
des Jahres an.
Ich hoffe auf Ihr Verständnis und auch auf Ihre Unterstützung
gerade an diesem Tag und natürlich darüber hinaus und grü-
ße Sie alle ganz herzlich auch im Namen der Gremien
Ihr
Norbert Derrix, Pastor